Staatliche Förderung für Berufsunfähigkeitsversicherungen

berufsunfaehigkeitsversicherung
Berlin, 14. Januar 2014/ Eine Versicherung gegen Berufsunfähigkeit gilt für alle als notwendig. Das sehen auch Verbraucherschützer und Politiker so, spätestens seit im Jahr 2001 die Erwerbsminderungsrente durch den Staat deutlich gekürzt wurde und nun keine ausreichende Absicherung mehr bietet. Besonders groß ist die Versorgungslücke für Selbstständige.

Dennoch verfügen bisher nur vergleichsweise wenige Deutsche über eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Auf 42 Millionen Erwerbstätige kommen aktuell etwa 16-17 Millionen Verträge über eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Der Gesetzgeber fördert deshalb nun den Abschluss einer solchen Police. Die Förderung erfolgt durch einen Steuervorteil: Beiträge bis zu einem Volumen von 20 000 Euro sind voll steuerlich absetzbar. Doch das Förderprogramm hat bislang einen erheblichen Makel und wird deshalb kaum in Anspruch genommen. Der Vorteil wird nur für Policen gewährt, die eine monatliche Rente bis zum Lebensende garantieren.

Das hat für die Verbraucher den Nachteil, dass etwaige Rentenansprüche beim Staat möglicherweise sinken, da bereits die BU-Versicherung eine Rente zahlt. Verträge die eine lebenslange Rente garantieren sind erheblich teurer als herkömmliche Policen. Der steuerliche Vorteil wird dadurch mehr als nur aufgebraucht und viele Kunden entscheiden sich deshalb lieber für eine klassische Berufsunfähigkeitsversicherung, die lediglich bis zum Renteneintritt einen monatlichen Bertag zahlt. Auch die Versicherer reagieren bislang sehr Verhalten auf das Förderangebot und haben bisher kaum deartige Policen im Angebot. Die staatliche Subvention führt hier klar an der Realität vorbei und es bedarf deshalb einer Nachbesserung in diesem Bereich.

Wir empfehlen dennoch dringend die Absicherung gegen eine mögliche Berufsunfähigkeit.

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