Internet-Rechtsschutz gegen Onlinemobbing

Berlin, der 9. Oktober 2012 / Als erster deutscher Versicherer bringt die ARAG eine neue Form der Rechtschutzversicherung für private Internetnutzer an den Start. Abgedeckt durch die Police sind Streitigkeiten um online gekaufte Waren oder Schadenersatz bei Missbrauch persönlicher Daten im Internet. Der ebenfalls beinhaltete sogenannte „Rufretter“-Service bietet Schutz vor Rufmord-Kampagnen, wie Sie Max Mosley oder Bettina Wulf erfahren haben.

„Die Zahl von rechtlichen Auseinandersetzungen die durch das Internet entstehen wird in Zukunft weiter zunehmen, deshalb wird es bald für alle Rechtsschutzversicherer unumgänglich sein diesen Geschäftsbereich abzudecken“, sagt Sven Hennig, Experte für Rechtsschutzversicherungen und Inhaber der Niedner & Co. Versicherungsagentur (www.niedner.co).

Sogenannte „Shitstorms“ im Internet erreichen mit der wachsenden Zahl an Internetznutzern immer größere Dimensionen. Auch „Cybermobbing“ ist zu einem wichtigen Thema geworden und die gängigen Rechtschutzpolicen schützen hier bisher kaum. Die neue Arag-Police hingegen zahlt auch bei Cybermobbing und sonstigen Beleidigungen in der Netzwelt. „Wenn eine Beschwerde per E-Mail ignoriert wird hilft oft nur noch der Brief vom Anwalt“, sagt Sven Hennig weiter. Die Police der Arag zahlt in genau solchen Fällen, also dann wenn scheinbar anonym diffamiert oder beleidigt wird. Ob es sich bei solchen Fällen um Rufschädigung handelt kann nun mit der Arag Police schnell von Anwälten überprüft werden.

Außerdem arbeitet die Versicherung mit einem Dienstleister zusammen der dafür sorgen soll, dass etwaige Verleumdung oder Rufschädigung direkt wieder aus dem Netz entfernt werden. Wird die Anzeige gegen Blogger, Internetseiten-Betreiber oder Nutzer von sozialen Netzwerken selbst angezeigt, gewährt die Arag, wenn es sich um rein private Aussagen dreht, Strafrechtsschutz. Für Familien kostet die Police im Monat 9,90 Euro bei einer Versicherungssumme von 100.000 Euro und ohne Selbstbehalt.

Auch gegen die Abmahnflut für illegal heruntergeladene Daten schützt die Versicherung. Ahnungslose Nutzer erhalten hier Briefe von Anwälten, weil sie sich im Internet Musik oder Filme besorgt haben. Die ARAG Rechtsschutzversicherung zahlt hier allerdings lediglich für die schnelle Abwicklung zwischen den Anwälten und nicht für einen langen Rechtsstreit, zu denen es jedoch nur in seltesten Fällen kommt. Die Wettbewerber D.A.S., AdvoCard oder Örag haben bisher noch keine vergleichbaren Angebote in ihrem Portfolio. „Wir haben bereits von einigen Versicherern signalisiert bekommen, dass sie ebenfalls in dieser Richtung planen“, stellt Sven Hennig fest. Weitere internetspezifische Policen sind also in naher Zukunft zu erwarten. (jh)

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